Wir über uns

Die Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts ist Mitte der achtziger Jahre aus einem Zusammenschluss von Historikerinnen, Medizinern, Psychologinnen und Sozialwissenschaftlern hervorgegangen. Sie setzte sich die Aufgabe, ein Forum für interdisziplinär angelegte Forschungen über die Kontinuitäten und Brüche der Sozial-, Wissenschafts-, Mentalitäten- und Wirtschaftsgeschichte der dreißiger bis fünfziger Jahre zu bieten. Das Ziel waren fächerübergreifende geschichtswissenschaftliche Studien und Quelleneditionen mit den thematischen Schwerpunkten Weltwirtschaftskrise, NS-Herrschaft und Kalter Krieg.

Den ersten institutionellen Rahmen für dieses Projekt bildete die 1984 in Hamburg gegründete Dokumentationsstelle für NS-Sozialpolitik. Im Sommer 1986 wurde diese Einrichtung zur Hamburger Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts umgegründet. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, um zusätzlich zu den laufenden Forschungsschwerpunkten ein Archiv und eine Bibliothek aufzubauen. 1998 zog die Hamburger Stiftung nach Bremen um und wurde in Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts umbenannt.

Die Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts gab von 1986 bis 2002 das Periodikum 1999. Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts heraus. Der Titel, das Grenzjahr zum 21. Jahrhundert, war Programm: Die sozialen, ökonomischen und kulturellen Prozesse des vergangenen 20. Jahrhunderts sollten rekonstruiert werden, auch um die Entwicklungstendenzen der Gegenwart besser begreifen zu können. Dabei hatte sich die Redaktion vor allem die Aufgabe gesetzt, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und mentalen Wirklichkeiten und Nachwirkungen des Faschismus auszuleuchten. Dabei konnte sie auf die laufenden Forschungsvorhaben der Stiftung zurückgreifen, begriff sich jedoch immer auch als Forum für alle sozialgeschichtlichen Strömungen und Tendenzen. Die Impulse, die in den 1980er Jahren von der Zeitschrift ausgegangen sind, haben sich inzwischen breit durchgesetzt.

Die Zeit ist jedoch ist nicht stehen geblieben, sie hat sich ungeheuer beschleunigt. Die Menschen, die Dinge und die gesellschaftlichen Beziehungen verändern sich in einem atemberaubenden Tempo. Von diesen Umbrüchen kann sich eine Zeitschrift, die lebendig sein will, nicht fernhalten. Deshalb erscheint unsere Zeitschrift ab 2003 mit neuem Konzept und unter neuem Namen: Sozial.Geschichte. Zeitschrift für historische Analyse des 20. und 21. Jahrhunderts. Die neue Folge Sozial.Geschichte präsentierte verstärkt historische Analysen über die Umbrüche der Gegenwart, rückte von der euro-zentrischen Perspektive ab und bemühte sich um eine global vergleichende Perspektive. Die Druckausgabe wurde Ende 2007 eingestellt. 2009 begann die Edition einer digitalen Ausgabe unter dem Titel Sozial.Geschichte Online, die dem erweiterten Konzept verpflichtet bleibt. Ansonsten wollen wir die Tradition von 1999 fortsetzen und uns um gut lesbare und verständliche Texte bemühen: Wir wollen uns nach wie vor an die Maxime des französischen Historikers Marc Bloch halten, dass selbst die komplizierteste nicht-narrative Geschichtsschreibung auch für den historischen Laien verständlich bleiben muss.

Inzwischen kann die Stiftung für Sozialgeschichte für Sozialgeschichte auf eine über zwanzigjährige Tätigkeit zurückblicken. Sie hat eine Reihe von Forschungsprojekte abgeschlossen - siehe die Veröffentlichungen der Stiftung auch auf dieser Website -, wobei in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre die Edition der Akten des Nürnberger Ärzteprozesses und die damit einhergehende Erforschung seiner Vorgeschichte, Themen und Folgen den Schwerpunkt bildete. Für die nächsten Jahre stehen Untersuchungen zur Wirtschafts-, Unternehmens- und Wissenschaftsgeschichte der dreißiger bis sechziger sowie des globalen "1968" Jahre auf dem Forschungsprogramm. Generell geht die Tendenz dahin, die Fragestellungen auf entscheidende Probleme einer kritischen Historie des "kurzen" 20. Jahrhunderts und auf globalgeschichtliche Fragen zu konzentrieren.

Die Gremien und Strukturen der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts

Vorstand Kuratorium Wissenschaftlicher Beirat
Finanzen und Geschäftsführung
Angelika Ebbinghaus in Kooperation mit dem Steuerbüro von Hermann Buchholz

Forschung
Forschungsprojekte der Stiftung

Wissenschaftlicher Apparat (Archiv, Bibliothek und Zeitgeschichtliche Sammlungen)
Bibliothek und Sammlungen

EDV und Website
Tim Böttcher webmaster@stiftung-sozialgeschichte.de

E-Mail: info@stiftung-sozialgeschichte.de