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Einladung zur Gründung eines Förderkreises "Bibliothek für Sozial- und Humanwissenschaften der Stiftung Sozialgeschichte"

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir laden Sie / Euch ein, Mitglied eines Förderkreises zu werden, der die Bibliothek und die Sammlungen der Stiftung für Sozialgeschichte berät, fördert und finanziell unterstützt.

1. Zur Geschichte und aktuellen Situation der Stiftungsbibliothek und der Sammlungen

Die Bibliothek der Stiftung für Sozialgeschichte wurde im Jahr 1985 in Hamburg gegründet. Sie war als Forschungsbibliothek zur möglichst breiten Unterstützung laufender wie geplanter historischer Studien konzipiert und sollte darüber hinaus die Gutachter- und Beratertätigkeit der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung unterstützen. Deshalb sind die Bestände nicht nur in einem systematischen Katalog erfasst, sondern werden auch in einer systematischen Bestandsordnung präsent gehalten. Da die Projekte der Stiftung von Anfang an interdisziplinär orientiert waren, sind in den Beständen neben den geschichtswissenschaftlichen Kern- und Hilfsdisziplinen auch die sozial- und humanwissenschaftlichen Fächer vertreten. Hinzu kommt ein großer lexikalischer, biographischer und bibliographischer Handapparat, der vor Ort eine rasche Einarbeitung in die unterschiedlichsten Fragestellungen ermöglicht.

Bis etwa Mitte der 1990er Jahre bildete die deutsche Sozial-, Sozialpolitik-, Medizin-, Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Sammlungsschwerpunkt der Bibliothek. Dies hat sich inzwischen geändert. Die Bibliothek erwirbt seit neuestem in wachsendem Ausmaß Literatur zur vergleichenden Geschichte der Sozialbewegungen der 1960er und 1970er Jahre sowie zu empirischen und Methodenfragen der Globalgeschichte.

1998 wurden die Bibliothek und die Sammlungen der Universität Bremen übereignet. Die Leitung der Universität verpflichtete sich vertraglich, entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und so ihre Weiterexistenz zu sichern. Vorübergehend waren die Bestände dem Institut für Regional- und Sozialgeschichte (IRSG) des Studiengangs Geschichte zugeordnet. Nach der Auflösung des IRSG Ende August 2005 übernahm die Stiftung wieder ihre Verwaltung und bemüht sich seither mit Zustimmung der Universitätsleitung und des Fachbereichs 8 (Sozialwissenschaften) um ihren Erhalt.

Nach ihrem Umzug in die Räumlichkeiten der Universität Bremen waren über 60.000 Einheiten umfassenden Bestände der Bibliothek aus organisatorischen und Platzgründen in die Unterabteilungen Buchbestände, Broschüren und Zeitschriften aufgeteilt worden. Sie sind inzwischen weitgehend elektronisch im BISMAS-System erfasst. Die Erschließung wird bis etwa Mitte 2006 beendet sein. Inzwischen wurde die Stiftung für Sozialgeschichte auch in den Landesverband Bremen des Deutschen Bibliotheksverbands (DBV) aufgenommen. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um ihre Bestände in die regionalen und überregionalen Bibliotheksnetzwerke einzubringen und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Bibliothek der Stiftung für Sozialgeschichte ist eine Präsenzbibliothek. Da sie über wichtige Unikate verfügt, sind in begründeten Ausnahmefällen Ausleihen möglich.

Abteilung Sammlungen

In den Sammlungen der Bibliothek werden Archivalien und Materialsammlungen aufbewahrt, die im Rahmen der Forschungsprojekte der Stiftung für Sozialgeschichte entstanden. Sie sind nach den geltenden archivrechtlichen Bestimmungen für wissenschaftliche Vorhaben grundsätzlich zugänglich. Die Sammlungen umfassen derzeit 700 laufende Meter. Es existieren eine allgemeine Übersicht und eine Access-Datenbank, in der jede einzelne Archiveinheit nach dem im August 2000 vorhanden gewesenen Bestand erfasst ist. Die Erstellung spezifizierender Findhilfsmittel wird angestrebt. Um die Jahreswende 2005/2006 ist mit wichtigen Ergänzungsabgaben aus mehreren Forschungsprojekten zu rechnen. Die Abteilung besteht aus zwei Sachgebieten:

a) Archivalien

Die Masse der Archivalien (ca. 80 Prozent) besteht aus Reproduktionen (Papierkopien, Mikrofiches und Mikrofilme). Diese sind nach dem Provenienzprinzip aufgestellt, d.h. sie tragen die Herkunftssignaturen der Originalbestände. Es existieren Reproduktionen aus 106 deutschen, europäischen und überseeischen Archiven. Thematische Schwerpunkte sind die Sozial-, Wirtschafts-, Politik- und Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Hinzu kommen einige Originalbestände, die in der Bestandsübersicht entsprechend ausgewiesen sind und aus Zweckmäßigkeitsgründen in die Sammlungen inkorporiert wurden.

b) Sammlungen

In den Sammlungen sind neben originalen Bestandserwerbungen die Handapparate abgeschlossener Forschungsprojekte (z.B. zum "Generalplan Ost", zur NS-Bevölkerungspolitik, zur Geschichte des Wettrüstens und des Kalten Kriegs usw.), interne Periodika (beispielsweise die "Deutschen Führerbriefe"), Archivalien und Materialien zur Unternehmensgeschichte, unveröffentlicht gebliebene Dokumenteneditionen (u.a. zum Hamburger Arbeiterwiderstand gegen die NS-Diktatur), Akten der Nürnberger Prozesse (u.a. des Ärzteprozesses) und einige Nachlässe zusammengefasst.

Während die Archivalien vor allem für spezielle Forschungsfragen der deutschen und internationalen Zeitgeschichte interessant sind, ergänzen die Sammlungen in wesentlichen Bereichen den Bibliotheksbestand.

Die Bibliothek wird seit dem 1. September 2005 von Karl Heinz Roth geleitet. Ihm stehen Thomas Bindl, Anke Holzem und Hanno Jochemich als studentische Mitarbeiter zur Seite, die sich in der IRSG - Vorphase unter der damaligen Leiterin Eva Schöck-Quinteros das erforderliche Fachwissen und Können erworben haben. Eine der drei studentischen Hilfskraftstellen ist seit dem 1. September 2005 durch die Leitung der Universität Bremen etatisiert.

2. Aufgaben und Perspektiven eines Förderkreises

Obwohl ihre personellen und materiellen Ressourcen eng begrenzt sind, übernahm die Stiftung für Sozialgeschichte im September 2005 wieder die Verwaltung ihres der Universität übereigneten wissenschaftlichen Apparats, um seine Weiterexistenz, seinen Ausbau und eine über den Hochschulrahmen hinaus gehende Nutzung zu sichern. Sie entschloss sich zu diesem Schritt im Wissen um die großen materiellen und immateriellen Werte der Bibliothek und der Sammlungen. Mittelfristig strebt sie eine Lösung an, die die Bestände dauerhaft sichert und für die Allgemeinheit zugänglich hält.

Deshalb ist die Stiftung dringend auf eine dauerhafte Beratung, auf eine engagierte Förderung und auf materielle Unterstützung angewiesen. ZEs soll ein Förderkreis gegründet werden, aus welchem ein Beirat hervorgehen soll, der den Vorstand der Stiftung für Sozialgeschichte und die Mitarbeiter der Bibliothek berät und unterstützt. Die Mitarbeiter der Bibliothek werden dem Beirat im Rahmen der Sitzungen der Mittwochsgesellschaft laufend über ihre Aktivitäten berichten und ihm jeweils zum Jahresbeginn einen Tätigkeitsbericht vorlegen.

Zur minimalen Unterhaltung der Bibliothek und der Sammlungen werden jährlich 12.000 € benötigt. Diese Mittel sind zur Einarbeitung nachrückender Hilfskräfte, zur beschleunigten Einarbeitung des Handkatalogs in das BISMAS-System und für Minimalanschaffungen von Literatur zur Ergänzung der laufenden Abgaben durch die Forschungsprojekte der Stiftung und die Zeitschrift Sozial.Geschichte dringend erforderlich. Darüber hinaus gehende Mittel wären erwünscht, um die wichtigsten, seit 1998 entstandenen Lücken zu schließen, die reichlich angebotenen Schenkungen laufend einzuarbeiten und die Bestände der Staats- und Universitätsbibliothek in wichtigen Bereichen der interdisziplinären sozial- und humanwissenschaftlichen Forschung zu ergänzen.

Wir bitten Sie deshalb, den ersten Unterstützungsschritt zu tun, dem Förderkreis beizutreten und einen monatlich, vierteljährlich oder einmal im Jahr zu überweisenden Förderbetrag von mindestens 120,00 € pro Jahr zu spenden. Sie können diesen Betrag von Ihren Steuern absetzen, denn die Stiftung für Sozialgeschichte ist gemeinnützig, und ihre Einnahmen und Ausgaben werden jährlich durch einen vereidigten Steuerberater überprüft. Die Einzahlungen für die Unterhaltung der Bibliothek werden in der Rechnungslegung der Stiftung unter der Rubrik "Förderkreis Bibliothek" gesondert ausgewiesen.


Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und grüßen Sie herzlich,

Angelika Ebbinghaus - Marcel van der Linden - Karl Heinz Roth
- Vorstand der Stiftung für Sozialgeschichte -
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