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Die Geschichte der Krim – aktueller denn je!

Eine Veröffentlichung der Stiftung für Sozialgeschichte liefert wichtige historische Hinweise

Seit Wochen hält uns die Ukraine-Krim-Krise in Atem. Wieimmer in solchen Situationen ist es sehr schwer, hinter den Nebelschwaden der Desinformation und Propaganda beider Konfliktparteien die aktuellen Entwicklungen und ihre Hintergründe zu verstehen.

Zum Begreifen und Abwägen der Hintergründe gehört ein solides historisches Grundwissen. Das wird auf knappen Raum in einem Buch vermittelt, das weitaus mehr vermittelt, als seinTitel aussagt:

Karl Heinz Roth / Han-Peter Abraham: Reemtsma auf der Krim. Tabakwirtschaft und Zwangsarbeit unter der deutschen Besatzungsherrschaft 1941-1994, Hamburg: Edition Nautilus 2011

Selbstverständlich konzentriert sich das Buch auf die Geschichte der Krim unter der deutschen Besatzungsherrschaft während des zweiten Weltkriegs. Aber es bietet auch einen kompetenten Rückblick auf die voraufgegangenen Epochen: Die Oktoberrevolution und die Zwangskollektivierungen der 1930er Jahre, die deutsche Okkupation der Ukraine und der Krim im Ersten Weltkrieg, den Krimkrieg 1853-1856, die Annexion der Krim durch Katharina II., 1783, aber auch die Ära der Krim-Khanate –der krim-tatarischen Herrschaft, die bis in das 14- Jahrhundert zurückreichen.

Wer die aktuellen Entwicklungen verstehen will, sollte auf dieses Buch zurückgreifen.

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